03/09/2026

Dell XPS 13 7390 2-in-1 Test 2026: Ein altes Convertible, das noch überraschen kann

Es gibt Notebooks, die nach sechs oder sieben Jahren einfach alt aussehen. Und es gibt Geräte wie das Dell XPS 13 7390 2-in-1.

Beim ersten Öffnen wirkt dieses Convertible auch heute noch erstaunlich modern: schlankes Aluminiumgehäuse, schmale Displayränder, 16:10-Touchscreen und ein 360-Grad-Scharnier. Technisch stammt die Plattform zwar aus der Ice-Lake-Generation, doch im Alltag ist das Gerät keineswegs unbrauchbar.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Ist das XPS 13 7390 2-in-1 2026 noch schnell genug?

Die interessantere Frage lautet:

Wie gut ist der Zustand des Akkus?

Denn genau hier entscheidet sich bei einem gebrauchten XPS 13 7390 2-in-1, ob man einen attraktiven Premium-Laptop oder ein zwar schönes, aber kaum noch mobiles Notebook bekommt.

Kurz gesagt: Das Konzept ist gealtert, das Design nicht

Das Dell XPS 13 7390 2-in-1 war nie als Gaming-Notebook gedacht. Es sollte ein hochwertiges mobiles Arbeitsgerät sein, das Notebook und Tablet miteinander verbindet.

Und genau diese Idee funktioniert noch immer.

Das Gerät bietet je nach Ausstattung:

  • Intel Core i3, i5 oder i7 der 10. Generation
  • Intel Iris Plus Grafik bei entsprechenden Core-i7-Konfigurationen
  • bis zu 32 GB LPDDR4X-3733
  • M.2-NVMe-SSD
  • 13,4-Zoll-Touchdisplay
  • 1920 × 1200 oder 3840 × 2400 Pixel
  • 360-Grad-Scharnier
  • zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse
  • microSD-Kartenleser
  • USB-C Power Delivery

Dell bestätigt für das Modell eine maximale Speicherkonfiguration von 32 GB LPDDR4X-3733. Der Arbeitsspeicher ist allerdings auf dem Mainboard integriert und kann deshalb später nicht einfach erweitert werden.

Das ist 2026 gleichzeitig Stärke und Schwäche.


Der Bildschirm ist der eigentliche Star

Bei einem älteren Notebook erwartet man normalerweise, dass vor allem der Bildschirm seine Jahre zeigt.

Beim XPS 13 7390 2-in-1 ist es eher umgekehrt.

Das 13,4-Zoll-Panel besitzt das inzwischen sehr angenehme 16:10-Format. Die FHD+-Variante arbeitet mit 1920 × 1200 Pixeln, während die UHD+-Version 3840 × 2400 Pixel bietet. Beide Varianten sind mit 500 Nit angegeben.

Für Office-Arbeiten ist 16:10 ein echter Vorteil.

Mehr vertikaler Platz bedeutet:

  • weniger Scrollen in Dokumenten
  • mehr Zeilen in Excel
  • angenehmere Webseiten
  • mehr Platz beim Programmieren
  • bessere Darstellung von PDF-Dokumenten

Und weil das Display berührungsempfindlich ist, macht die Tablet-Funktion tatsächlich Sinn.

Das ist kein Convertible, bei dem der Touchscreen nur auf dem Datenblatt existiert.


FHD+ oder UHD+? Ich würde gebraucht FHD+ nehmen

Die 4K-Version klingt natürlich attraktiver.

3840 × 2400 Pixel auf 13,4 Zoll sehen beeindruckend aus. Wer Fotos bearbeitet oder Wert auf eine sehr hohe Pixeldichte legt, bekommt hier ein ausgesprochen scharfes Bild.

Aber beim Gebrauchtkauf zählt nicht nur die Bildqualität.

Ein 4K-Panel benötigt deutlich mehr Energie. Dell gibt für das Display eine maximale Leistungsaufnahme von etwa 3,07 W bei FHD+ und 6,58 W bei UHD+ an.

Deshalb würde ich 2026 eher zum FHD+-Modell greifen.

Nicht weil 4K schlecht wäre, sondern weil das FHD+-Modell besser zum ursprünglichen Konzept des Geräts passt:

leicht, mobil und möglichst lange unabhängig vom Netzteil.


Die zehnte Intel-Generation ist nicht tot

Ein Core i7-1065G7 klingt im Jahr 2026 natürlich nicht mehr beeindruckend.

Aber Prozessorbezeichnungen erzählen bei einem solchen Convertible nur die halbe Geschichte.

Für typische Aufgaben reicht die Leistung weiterhin:

  • Office
  • E-Mail
  • Webbrowser
  • Videokonferenzen
  • PDF
  • Programmierung
  • leichte Bildbearbeitung
  • Streaming
  • Verwaltung großer Dokumente

Die integrierte Iris-Plus-Grafik ist ebenfalls deutlich interessanter als eine typische ältere Intel-UHD-Lösung.

Für aktuelle AAA-Spiele ist das Gerät nicht gedacht. Für ältere Spiele und einfache grafische Anwendungen reicht die Leistung jedoch aus.

Das XPS 13 7390 2-in-1 sollte man deshalb nicht nach Gaming-Maßstäben beurteilen.

Seine Stärke ist die Kombination aus Mobilität und Produktivität.


Der größte Kompromiss steckt nicht im Prozessor

Wenn man das Gerät heute gebraucht kauft, ist der nicht aufrüstbare Arbeitsspeicher ein viel wichtigeres Thema.

Wer ein Modell mit 4 oder 8 GB kauft, kann später nicht einfach zusätzlichen RAM einsetzen.

Deshalb würde ich ganz klar empfehlen:

16 GB als Minimum für einen langfristigen Gebrauchtkauf.

32 GB sind noch interessanter, wenn das Notebook für Programmierung, virtuelle Maschinen, große Browser-Sessions oder anspruchsvollere Produktivitätsaufgaben eingesetzt werden soll.

Bei der SSD ist 512 GB ebenfalls die angenehmere Wahl.

Ein 256-GB-Modell funktioniert technisch problemlos, ist aber im Jahr 2026 schnell voll.


Der entscheidende Punkt: der Akku

Und damit kommen wir zu dem Teil, den viele Gebrauchtkäufer unterschätzen.

Das Dell XPS 13 7390 2-in-1 ist inzwischen mehrere Jahre alt. Selbst wenn das Notebook äußerlich fast neuwertig aussieht, kann der Akku bereits deutlich gealtert sein.

Ein schwacher X1W0D Akku kann die gesamte Nutzungserfahrung verändern.

Ein Gerät, das ursprünglich problemlos mehrere Stunden mobil genutzt werden konnte, wird plötzlich zum Notebook, das ständig nach einer Steckdose sucht.

Typische Symptome sind:

  • deutlich kürzere Laufzeit
  • schneller Kapazitätsverlust
  • unerwartetes Ausschalten
  • starke Schwankungen der Restlaufzeit
  • hohe Ladezyklenzahl
  • schlechte Mobilität

Genau deshalb sollte man beim Gebrauchtkauf eines XPS nicht nur auf den Zustand von Display und Gehäuse achten.

Der X1W0D Akku gehört ebenso auf die Checkliste.


Ein neuer Akku kann mehr bringen als ein schnellerer Prozessor

Das klingt zunächst ungewöhnlich.

Aber bei einem gebrauchten Premium-Convertible ist die Rechnung ziemlich einfach.

Ein Core i7-1065G7, der für Office und Internet ausreichend schnell ist, muss nicht zwingend ersetzt werden.

Ein alter Akku dagegen kann die Mobilität des gesamten Geräts zerstören.

Deshalb kann ein guter X1W0D Akku bei einer Aufarbeitung einen wesentlich größeren praktischen Unterschied machen als der Wechsel von einer etwas schwächeren zu einer stärkeren CPU-Konfiguration.

Das ist insbesondere für Händler interessant, die gebrauchte XPS-Geräte professionell aufbereiten.


Die gute Nachricht: Der Akku ist tatsächlich austauschbar

Bei extrem dünnen Convertibles stellt sich immer die Frage, ob Reparaturen überhaupt vorgesehen sind.

Beim XPS 13 7390 2-in-1 lautet die Antwort: Ja.

Dell beschreibt im offiziellen Service Manual detailliert, wie der Akku ausgebaut wird. Nach dem Entfernen der Bodenabdeckung wird der Akku-Anschluss getrennt und anschließend werden mehrere Befestigungsschrauben gelöst. Auch der Magnet und die Metallleiste des alten Akkus müssen für die Montage am Ersatzakku übernommen werden.

Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen „nicht aufrüstbar“ und „nicht reparierbar“.

Der RAM ist fest integriert.

Der Akku dagegen kann ersetzt werden.

Für die Lebensdauer des Geräts ist das ein großer Pluspunkt.


Trotzdem: Akkuwechsel ist keine Bastelarbeit für unvorsichtige Hände

Wer den Akku selbst wechseln möchte, sollte das Service Manual ernst nehmen.

Dell weist ausdrücklich auf die Sicherheitsregeln für Lithium-Ionen-Akkus hin. Ein aufgeblähter Akku darf beispielsweise nicht mit Gewalt herausgehebelt, verbogen oder beschädigt werden.

Bei einem normalen, nicht beschädigten Akku ist der Austausch technisch machbar. Bei einem aufgeblähten oder mechanisch beschädigten Akku sollte dagegen nicht weiter experimentiert werden.

Gerade bei einem hochwertigen Convertible ist sauberes Arbeiten wichtiger als ein paar Minuten Zeitersparnis.


Thunderbolt 3: Wenige Anschlüsse, aber die richtigen

Das XPS 13 7390 2-in-1 besitzt keine klassische USB-A-Buchse.

Das gefällt nicht jedem.

Andererseits sind die beiden Thunderbolt-3-Ports technisch sehr vielseitig. Dell nennt Unterstützung für Thunderbolt 3, USB, DisplayPort und Power Delivery. Über Thunderbolt sind Datenraten von bis zu 40 Gbit/s möglich.

Mit einem passenden Dock kann aus dem kleinen Convertible ein kompletter Arbeitsplatz werden.

Monitor, Netzwerk, USB-Zubehör und externe SSD lassen sich über eine Docking-Lösung bündeln.

Für unterwegs braucht man dagegen gelegentlich einen USB-C-Adapter.


Tastatur: dünn und modern, aber gewöhnungsbedürftig

Dell setzte bei dieser Generation auf eine sehr flache Tastaturkonstruktion.

Das passt optisch hervorragend zum Gehäuse.

Wer von klassischen Business-Notebooks mit tiefem Tastenhub kommt, könnte die Tastatur jedoch zunächst als ungewohnt empfinden.

Für kurze E-Mails und Office-Arbeiten ist sie problemlos.

Wer täglich viele Stunden programmiert oder lange Texte schreibt, sollte sie vor dem Kauf möglichst einmal ausprobieren.


Was sollte man bei einem gebrauchten Gerät testen?

Ein gebrauchtes Dell XPS 13 7390 2-in-1 sollte nicht nur eingeschaltet und auf Windows geprüft werden.

Eine kurze technische Kontrolle lohnt sich.

1. Akku

Design Capacity und Full Charge Capacity vergleichen.

Wenn die tatsächliche Kapazität stark gefallen ist, sollte der Preis entsprechend niedriger sein.

Alternativ kann direkt ein neuer X1W0D Akku in die Kalkulation aufgenommen werden.

2. Touchscreen

Alle Bereiche des Displays antippen.

Besonders die Ränder und Ecken prüfen.

3. 360-Grad-Scharniere

Alle vier Modi ausprobieren:

Laptop
Tent
Stand
Tablet

Das Scharnier sollte gleichmäßig laufen und kein ungewöhnliches Spiel besitzen.

4. Thunderbolt-Anschlüsse

Beide USB-C-Anschlüsse testen:

  • Laden
  • Daten
  • Monitor
  • Dock

5. SSD

Gesundheitszustand und Laufzeit kontrollieren.

6. RAM

Vor dem Kauf unbedingt prüfen, wie viel RAM tatsächlich verbaut ist.

Eine spätere Aufrüstung ist nicht vorgesehen.


Für wen lohnt sich das XPS 13 7390 2-in-1 heute?

Für den richtigen Käufer ist das Gerät immer noch interessant.

Besonders geeignet für:

Mobile Büroarbeit

Das geringe Gewicht und der 16:10-Touchscreen sind ideal für unterwegs.

Studenten

PDF, Office, Recherche und Notizen profitieren vom Convertible-Design.

Programmierer

16 oder 32 GB RAM machen das Gerät für viele Entwicklungsumgebungen noch interessant.

Geschäftsreisende

Das kompakte Format und Thunderbolt 3 sind praktisch.

Refurbisher

Die Kombination aus hochwertigem Gehäuse und austauschbarem Akku macht die Aufarbeitung interessant.


Für wen ist es weniger geeignet?

Nicht die beste Wahl ist es für:

  • moderne 3D-Spiele
  • lange CPU-Volllast
  • umfangreiches 4K-Videorendering
  • Nutzer mit vielen USB-A-Geräten
  • Personen, die RAM später aufrüsten möchten

Hier sollte man zu einem moderneren Notebook greifen.


Welche Version würde ich 2026 kaufen?

Meine persönliche Reihenfolge wäre:

1. Core i7 + 16 GB + 512 GB + FHD+
Die beste Mischung aus Leistung, Mobilität und Akkulaufzeit.

2. Core i5 + 16 GB + 512 GB + FHD+
Sehr interessant, wenn der Preis deutlich niedriger liegt.

3. Core i7 + 32 GB + 512 GB
Für anspruchsvollere Produktivität und lange Nutzung.

4. Core i7 + 16 GB + UHD+
Für Nutzer, denen das Display wichtiger ist als maximale Akkulaufzeit.

Bei jeder dieser Varianten gilt jedoch:

Ein guter Akku ist wichtiger als ein kleiner CPU-Vorteil.


Fazit: Das XPS ist nicht zu alt – nur der Akku könnte es sein

Das Dell XPS 13 7390 2-in-1 ist ein gutes Beispiel dafür, dass technische Alterung und praktische Alterung nicht dasselbe sind.

Der Intel-Prozessor ist nicht mehr aktuell. Die Anschlussauswahl ist begrenzt. Der Arbeitsspeicher lässt sich nicht aufrüsten.

Aber das Gerät besitzt weiterhin Eigenschaften, die auch 2026 attraktiv sind:

16:10-Touchscreen, 360-Grad-Design, hochwertiges Aluminiumgehäuse, geringes Gewicht und Thunderbolt 3.

Deshalb würde ich beim Gebrauchtkauf nicht fragen:

„Ist dieses Notebook alt?“

Sondern:

„In welchem Zustand ist dieses Notebook?“

Ist Display, SSD, Scharnier und Mainboard in Ordnung und verfügt das Gerät über 16 oder 32 GB RAM, kann ein Akkuwechsel die Lebensdauer des Convertibles erheblich verlängern.

Ein passender X1W0D Akku ist deshalb nicht einfach ein Ersatzteil, sondern kann bei einem gebrauchten XPS 13 7390 2-in-1 der entscheidende Schritt sein, um aus einem alternden Convertible wieder ein wirklich mobiles Arbeitsgerät zu machen.

Für Händler und Reparaturbetriebe ist das besonders interessant: Statt ein optisch und technisch noch gutes XPS wegen einer verschlissenen Batterie auszusortieren, lässt sich die Mobilität durch einen passenden X1W0D Akku wiederherstellen.

Und für private Käufer gilt dasselbe.

Das XPS 13 7390 2-in-1 ist 2026 kein modernes High-End-Notebook mehr. Aber als gut erhaltenes gebrauchtes Premium-Convertible kann es noch immer eine sehr vernünftige Wahl sein – sofern der Akku stimmt oder professionell ersetzt wird.

Gesamturteil: 8,5/10

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